Ratgeber-Finanzen

Autokauf - Autofinanzierung

Wenn der alte Wagen ausgetauscht werden soll, weil er zu alt geworden ist oder Ersatzteile getauscht werden müssen, stellt sich natürlich als erstes die Frage, auf welche Weise der Kauf des Neuwagens geschehen soll. Das Angebot an Autoversicherungen und Finanzierungen ist heute fast unüberschaubar. Barzahlung, Finanzierung, Kredit oder doch lieber Leasing? Die Auswahl ist groß und eine pauschale Lösung für alle Autokäufer gibt es nicht.

Wer sich für den Neuwagenkauf interessiert, kann beim Autohändler im Regelfall das Altfahrzeug abgeben. Hier wird entweder ein Kaufpreis für den Altwagen ermittelt und dem Preis des Neuwagens gegengerechnet, weil das Fahrzeug durchaus noch die Qualität aufweist, um als Gebrauchtwagen wieder auf den Markt zu gelangen. Oder aber das Fahrzeug ist wirklich nicht mehr nutzbar und muss auf den Schrottplatz. In diesem Falle ist für den Autokäufer aber immer noch eine Verschrottungspauschale möglich, die auf den Neuwagenpreis Anrechnung findet. Zeitweise war dafür sogar eine staatliche Unterstützung von 2500,- Euro beantragbar, jedoch an strenge Auflagen geknüpft. Dazu gehört, dass der Eigentümer oder Zulassende des Neuwagens (oder Jahreswagens) auch Eigentümer des zu verschrottenden Fahrzeugs gewesen sein muss. Dieses muss zu dem über neun Jahre alt gewesen sein. Dazu kommt, dass der Neuwagen bestimmte Abgasnormen zu erfüllen hat.

Wenn die Frage nach Verschrottung oder Inzahlungnahme des Fahrzeugs geklärt ist, stellt sich für den Autokäufer die nächste Frage – wie soll das neue Auto finanziert werden? Soll eine Finanzierung über das Autohaus stattfinden, soll man einen Barkredit in Anspruch nehmen oder der Kaufpreis doch eher bei der Hausbank in Form eines Festdarlehen aufgenommen werden? Am besten wäre ein kostenloser Kreditvertrag. Ein ausführlicher Kreditvergleich ist hier unbedingt zu empfehlen. Hier gilt es zu rechnen, denn wer den Neuwagen beim Händler bar bezahlt, kann mit einem Rabatt auf die Barzahlung rechnen. Genau das ist aber der Grund, weshalb viele Autohäuser bzw. die angeschlossenen Banken die sogenannte 0-Prozent-Finanzierung anbieten, bei der zunächst - eventuell aber nur für einen begrenzten Zeitraum - keine Zinsen auf das Autodarlehen anfallen. Hier gilt es zu rechnen, welche Variante des Darlehen preiswerter auf längere Frist ausfällt. Aufgrund der angespannten Lage auf dem Automarkt, versuchen die einzelnen Automarken und Händler sich zur Zeit mit Lockangeboten zu überbieten. Ob 0-Prozent-Finanzierung oder Aktionspreise auf bestimmte Ausstattungen – wer kühl kalkuliert, wird am Ende das beste Geschäft machen.

Auch das Leasing kann eine gute Möglichkeit der Neuwagenbeschaffung sein, bei der ein Kunde den Wagen für einen festgelegten Zeitraum eher mietet, um ihn dann zurückzugeben und sich für ein neues Modell zu entscheiden. Vielfahrer sollten aber beachten, dass hier die Laufleistung in die Leasingrate möglichst korrekt einbezogen wird, um &UUml;berraschungen bei der Abschlussrechnung zu vermeiden, der Wagen sollte außerdem bei der Rückgabe möglichst gut gepflegt sein. Ein typisches Leasingmodell ist eine einmalige Sonderzahlung von ca. 25% des Neuwagenpreises entweder am Anfang oder Ende des Leasingvertrages und dann monatliche Raten über eine bestimmte Laufzeit. Raten sowie Laufzeit können stark variieren, wobei man bei 40 Monaten, inkl. der Einmalzahlung, bei gut 60 – 70% des Kaufpreises landen kann.